Stand 3. Apr. 2026
Brent Crude$108.40+54.9%
Gold$4'712+68.3%
CHF/EUR0.910-2.2%
SMI12'777-7.3%
SNB Leitzins0.00%±0.0%
Diesel CHCHF 2.13+21.7%
Bleifrei 95CHF 1.82+11.0%
CH Inflation0.6%+0.3pp
Kartographische Darstellung der Strasse von Hormus und des Persischen Golfs

Analyse · 3. April 2026

Die globale Neuordnung im Schatten des Iran-Krieges

Wie der Konflikt am Persischen Golf die Weltwirtschaft erschüttert, die Schweizer Hypothekarzinsen beeinflusst und welche Szenarien realistisch sind.

Kriegsdauer

5 Wochen

seit 28. Februar 2026

Ölpreis (Brent)

$108/bbl

+54% seit Kriegsbeginn

Hormus-Blockade

~85%

Schiffsverkehr eingestellt

Diesel Schweiz

CHF 2.13

+22% in einem Monat

Live-Nachrichtenlage

Live

Aktuelle Entwicklungen


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Lagebeurteilung

Lage-Updates & Parameteranpassung

Passen Sie die Lagebeurteilung an, wenn sich die Nachrichtenlage verändert. Klicken Sie auf «Anwenden», um die Parameter eines Updates in den Simulator zu übernehmen. Die Szenarien und Kennzahlen werden automatisch neu berechnet.


MilitärischVerschärfung3. Apr., 08:00

Pentagon plant mögliche Kommandoaktion zur Sicherung iranischen Nuklearmaterials

Quelle: Yahoo News / Washington Post

Ukraine: 4/5Rezession: 45%
DiplomatieEntspannung3. Apr., 06:00

Iran signalisiert Interesse an Waffenstillstand; Verhandlungen laufen

Quelle: Reuters / Polymarket

Öl: 95$/bblHormus: 70%
EnergieVerschärfung2. Apr., 14:00

Bank of America prognostiziert Öl bei $100+ für gesamtes 2026 – 'milde Stagflation'

Quelle: Yahoo Finance / Bank of America

Öl: 110$/bblRezession: 40%
SchweizVerschärfung2. Apr., 10:00

Schweizer Inflation auf Jahreshoch; Dieselpreise +22% seit Kriegsbeginn

Quelle: Reuters / SWI swissinfo.ch

Aktuelle Simulator-Parameter

Ölpreis

$108/bbl

Kriegsdauer

2 Mt.

Hormus

85%

Sanktionen

3/5

Ukraine

3/5

Rezession

35%

Kapitel I

Die geopolitische Ausgangslage


Der Iran-Konflikt und die Strasse von Hormus


Der militärische Schlagabtausch zwischen den USA, Israel und dem Iran befindet sich in seiner fünften Woche. Die US-Streitkräfte haben weitreichende Luftangriffe auf iranische Militärziele durchgeführt, stossen jedoch zunehmend an die Grenzen strategisch relevanter Ziele, während der Iran weiterhin über erhebliche asymmetrische Kapazitäten verfügt.

Als Vergeltungsmassnahme hat Teheran die Kontrolle über die Strasse von Hormus übernommen, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung fliesst. Iranische Angriffe auf mindestens 22 Schiffe haben dazu geführt, dass der zivile Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen kam. Zudem wurden gezielt Energieanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den VAE beschädigt.

Angegriffene Schiffe
22+
Ölausfall
11 Mio. bbl/Tag
LNG-Schaden (Katar)
3.5% Weltkapazität
Iran Raketen intakt
~50%

«Can you outrun the dogs you unleashed?»

— Teilnehmer der CERAWeek-Konferenz, Houston, März 2026

Ukraine: Unerwartete Wende


Ukrainische Steppe

Die Ukraine gewinnt erstmals seit zwei Jahren Territorium zurück

Im Februar 2026 konnte die Ukraine erstmals seit über zwei Jahren mehr Territorium zurückgewinnen, als sie verlor. Mit «Flamingo»-Marschflugkörpern hat Kiew die russische Ölexportkapazität zeitweise um bis zu 40 Prozent reduziert.

Die russischen Verluste übersteigen die Rekrutierungskapazitäten Moskaus. Die Schwarzmeerflotte wurde weitgehend aus der Krim abgezogen.

Geopolitische Konvergenz

Die beiden Konflikte sind strategisch verwoben: Russland liefert Satellitenaufklärung an den Iran; iranische Drohnen werden in der Ukraine eingesetzt. Dennoch ist die Vorstellung einer geschlossenen anti-westlichen Achse zu simpel – China ist existenziell auf stabile Energieflüsse angewiesen.

Kapitel II

Globale wirtschaftliche Auswirkungen


Die De-facto-Schliessung der Strasse von Hormus hat der Weltwirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht von der «grössten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes». Der Angebotsausfall beträgt netto rund 11 Millionen Barrel pro Tag – mehr als während der Ölkrisen von 1973 und 1979.

Die Auswirkungen sind asymmetrisch verteilt. Asien, das über 80 Prozent des Öls und LNGs aus dem Persischen Golf bezieht, ist am stärksten betroffen. Länder wie die Philippinen und Thailand haben bereits drastische Energiesparmassnahmen eingeführt. Europa erlebt seinen zweiten Energieschock innerhalb von vier Jahren.

Kaskadierende Effekte


Die Krise beschränkt sich nicht auf den Energiesektor. Rund 40 Prozent der weltweiten Stickstoffdünger-Exporte passieren die Strasse von Hormus. Ein Drittel der weltweiten Heliumversorgung, unerlässlich für die Halbleiterproduktion, ist durch die Beschädigung katarischer Anlagen gefährdet.

Geschätzter BIP-Effekt nach Region (Prozentpunkte)

-4-3-2-10ArabischeStaatenAsien-PazifikEuropaSchwellenländerUSASchweiz

Quellen: IWF, OECD, Capital Economics, Moody's Analytics. Schätzungen für 2026.

Rohstoffpreise: Vorher vs. Nachher

Brent Crude

$70 → $108

+54%

Harnstoff (Dünger)

$280/t → $420/t

+50%

Ammoniak

$350/t → $420/t

+20%

Helium

$180/mcf → $243/mcf

+35%

LNG (Europa)

€32/MWh → €45/MWh

+40%

Gold

$2'800 → $4'712

+68%
Rohöl

Brent Crude: Grösster Angebotsausfall der Geschichte

«The energy shocks are not yet fully realized. The worst may still be ahead.»

— Brookings Institution, April 2026

Kapitel III

Auswirkungen auf die Schweiz


Die Schweiz spürt die Schockwellen des Konflikts deutlich, profitiert jedoch teilweise von ihrem Status als sicherer Hafen. Die Inflation erreichte im März 2026 den höchsten Stand seit einem Jahr. BAK Economics hat die Inflationsprognose von 0,3 auf 0,6 Prozent verdoppelt – im internationalen Vergleich moderat, aber für Schweizer Verhältnisse ein markanter Anstieg.

KOF-Konjunkturbarometer (Sep 2025 – Mär 2026)

Sep 25Okt 25Nov 25Dez 25Jan 26Feb 26Mär 269296100104108Durchschnitt

Quelle: KOF Konjunkturforschungsstelle, ETH Zürich. Werte unter 100 signalisieren unterdurchschnittliches Wachstum.

Tourismus und Industrie unter Druck


Der Schweizer Tourismus leidet unter Stornierungen aus dem arabischen Raum, Indien und China. Interlaken verzeichnet einen Rückgang von 10 Prozent; der Flughafen Genf verliert wöchentlich rund 450'000 Franken. Die Jungfrau Railways erwägen Kosteneinsparungen und einen Einstellungsstopp.

Schweizer Kennzahlen im Vergleich

IndikatorVorherAktuell
Inflation 20260.3%0.6%
BIP-Prognose1.1%1.0%
KOF-Barometer103.896.1
Energiekosten/HHCHF 1'200
SNB Leitzins0.00%0.00%
10J Bundesanleihe0.32%0.39%
Paradeplatz Zürich

Paradeplatz, Zürich: Finanzplatz als sicherer Hafen

Safe-Haven-Effekte

Vermögende Kunden aus der Golfregion evaluieren zunehmend die Verlagerung von Vermögenswerten in die Schweiz. Der Schweizer Franken zeigt am Optionsmarkt Anzeichen für ein Comeback als Fluchtwährung. Schweizer Immobilien rücken als sicherer Hafen in den Fokus.

Interaktives Analysetool

Szenario-Simulator

Stellen Sie die geopolitischen Parameter ein und beobachten Sie in Echtzeit, wie sich verschiedene Entwicklungen auf Hypothekarzinsen, Inflation, Wachstum und den Schweizer Immobilienmarkt auswirken.

Vordefinierte Szenarien

108 $/bbl
50250
2 Monate
124
85 %
0100
3 /5
15
3 /5
15
35 %
0100
Zermürbungskrieg
Rezessionswahrscheinlichkeit: 39%

CH Inflation

0.89%

Basis: 0.3%

CH BIP-Wachstum

0.23%

Basis: 1.1%

SNB Leitzins

0%

Basis: 0%

SARON

0.05%

Basis: 0.05%

Hypo Fix 5J

1.73%

Basis: 1.45%

Hypo Fix 10J

1.95%

Basis: 1.65%

Zürich Fix 5J

1.78%

Basis: 1.5%

Zürich Fix 10J

2%

Basis: 1.7%

Hypo Variabel

1.66%

Basis: 1.75%

CHF/EUR

0.900

Basis: 0.930

Gold

$3,751

Basis: $2,800

Benzin CH

CHF 2.26

Basis: CHF 1.64

Immobilienmarkt Zürich

Eigentumspreise

+0.16%

Mietpreise

+0.54%

Energiekosten/HH

CHF 1,134

Transmissionsanalyse – Wie wirken die Parameter?

1
Ölpreis bei $108/bbl (+54%)moderat
Energiekosten → Transportkosten → Konsumentenpreise
CH-Inflation steigt auf 0.89% (Basis: 0.3%)
2
Hormus-Blockade bei 85%stark
~20% des globalen Öltransits betroffen → Angebotsverknappung
Verstärkt Ölpreiseffekt; Diesel CH bei CHF 2.46
3
Geopolitischer Stressindex: 57%moderat
Unsicherheitsprämie → Kapitalmarkt-Risikoaufschläge → Swap-Spreads
Zusätzlicher Risikoaufschlag auf Hypotheken: +0.14 Pp.

Dynamische Szenario-Wahrscheinlichkeiten

Bei einem Ölpreis von $108/bbl und einer Hormus-Blockade von 85% ist das Szenario «Zermürbungskrieg» mit 56% am wahrscheinlichsten (+16 Pp. gegenüber der Basiseinschätzung). Der wichtigste Treiber ist der Parameter «Ukraine-Eskalation».

Basis-Einschätzung vs. aktuelle Parameter-Lage

Kurzer KriegZermürbungskriegStrukturelle NeuordnungEskalation / Worst Case0%15%30%45%60%

Wirtschaftliche Einschätzung

Prognose & Interpretation

Diese Prognose wird automatisch aus den aktuellen Simulator-Parametern generiert. Sie fasst zusammen, was die Zahlen für die Schweiz, den Immobilienmarkt und die Weltwirtschaft bedeuten.

Die Lage ist angespannt, aber nicht ausweglos. Das Rezessionsrisiko liegt bei 39%, das wahrscheinlichste Szenario ist «Zermürbungskrieg» (56%). Die Energiepreise belasten die Wirtschaft spürbar, doch die Notenbanken haben noch Handlungsspielraum. Entscheidend wird die Dauer der Hormus-Blockade sein.

Rezessionsrisiko

39%

+24 Pp. vs. Basis

Wahrscheinlichstes Szenario

Zermürbungskrieg

Stagflationsrisiko

moderat

Diese Prognose basiert auf einem vereinfachten Modell und dient der Orientierung, nicht der Anlageberatung. Alle Kennzahlen sind Schätzungen mit erheblicher Unsicherheit. Stand: 3.4.2026.

Vertiefung

Hypothekarzinsen: Schweiz und Zürich


Die geopolitische Krise wirkt über mehrere Kanäle auf die Schweizer Hypothekarzinsen: steigende Inflationserwartungen treiben die Swap-Sätze; die SNB-Zinspolitik reagiert auf importierte Inflation; und Risikoprämien für Unsicherheit werden eingepreist.

Prognostizierter Zinsverlauf 2026 (basierend auf gewähltem Szenario)

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez0%0.5%1%1.5%2%
  • Fix 5J (CH)
  • Fix 10J (CH)
  • Variabel
  • Fix 5J (ZH)
  • SARON

Modellbasierte Projektion. Gestrichelte Linie: Vorkrisenniveau Fix 5J (1.45%). Die Zinsen reagieren verzögert auf geopolitische Schocks.

Transmissionsmechanismus: Geopolitik → Hypothekarzinsen

1

Ölpreis steigt

Hormus-Blockade reduziert Angebot

2

Inflation steigt

Energiekosten treiben Preise

3

Swap-Sätze steigen

Inflationserwartungen eingepreist

4

Hypotheken teurer

Banken reichen Kosten weiter

Kostenrechner Zürich

HypothekarbetragCHF 800’000
200k2 Mio.
ProduktZinsMonatDiff.
Fix 5J (ZH)1.78%CHF 1,187+187
Fix 10J (ZH)2%CHF 1,333+200
Variabel1.66%CHF 1,107-60

Mehrkosten pro Jahr (Fix 5J): CHF 2,244

Zinseffekt auf Eigenheimpreise
+0.16%

Höhere Zinsen drücken Preise, aber Safe-Haven-Zuflüsse kompensieren teilweise.

Mietpreisentwicklung
+0.54%

Steigende Energiekosten und Inflation treiben die Nebenkosten und Referenzzinssatz.

SNB-Zinsentscheid
0%

Die SNB belässt den Leitzins unverändert bei 0%.

Kapitel IV

Vier Zukunftsszenarien im Vergleich


Hypothekarzinsen (Fix 5J) nach Szenario

Kurzer KriegAktuellZermürbungNeuordnungEskalation0%0.85%1.7%2.55%3.4%
  • Fix 5J
  • Fix 10J

Modellbasierte Schätzungen. Die tatsächliche Entwicklung hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab.

SzenarioP(Szenario)ÖlpreisCH InflationCH BIPHypo 5JHypo 10JRezessionGoldZH Immo
Kurzer Krieg
20%(10–30%)
$650.37%0.83%1.51%1.74%26%$3,209+0.27%
Aktuell
$1080.89%0.23%1.73%1.95%39%$3,751+0.16%
Zermürbung
40%(30–50%)
$1301.18%-0.33%2.06%2.35%64%$4,431-0.26%
Neuordnung
25%(15–35%)
$1751.67%-1.21%2.47%2.85%98%$5,484-0.59%
Eskalation
15%(5–25%)
$2202.1%-1.45%2.89%3.3%98%$5,628-2.04%

Szenario 1: Kurzer Krieg

20%

(10–30%)

Ende bis Juni 2026 – «Die Wunde, die heilt»

Konfidenz: mittel2 Quellen

Die USA neutralisieren die iranischen Kapazitäten rasch oder erzwingen eine diplomatische Lösung. Die Strasse von Hormus wird bis Sommer wieder passierbar. Ölpreis fällt auf $65–70. Die Inflationsspitze erweist sich als temporär.

Szenario 2: Zermürbungskrieg

40%

(30–50%)

Andauernd bis Herbst 2026 – «Die Wunde, die Narben hinterlässt»

Konfidenz: mittel2 Quellen

Der Konflikt zieht sich hin. Öl bei $120–130. Rezessionswahrscheinlichkeit übersteigt 50%. Unternehmen beginnen massiv, Lieferketten umzustrukturieren. Die Frage lautet nicht mehr «Wann kehrt die Normalität zurück?», sondern «Kommt sie überhaupt zurück?»

Szenario 3: Strukturelle Neuordnung

25%

(15–35%)

Über 2026 hinaus – «Ein anderer Körper»

Konfidenz: tief2 Quellen

Selbst bei Kriegsende bleibt die Bedrohung. Die globale Wirtschaft hat sich um die Störung herum neu aufgebaut. Handelsrouten und Risikomodelle werden permanent umverdrahtet. Die Energiewende wird radikal beschleunigt.

Szenario 4: Eskalation

15%

(5–25%)

Ausweitung des Konflikts – Worst Case

Konfidenz: tief3 Quellen

Der Konflikt eskaliert über den Iran hinaus. Ölpreise über $200. Globale Depression mit Parallelen zu den 1930er Jahren. Der Franken wird zur Fluchtwährung schlechthin, was die Exportwirtschaft lahmlegt.

Epistemologische Transparenz

Woher stammen die Wahrscheinlichkeiten?


Jede Wahrscheinlichkeitsangabe in dieser Analyse hat eine konkrete Herkunft. Die folgende Sektion legt offen, welche Institution welche Schätzung abgibt, mit welcher Methodik sie arbeitet und welche Vorbehalte gelten. Die Bandbreiten zwischen den Quellen sind selbst eine wichtige Information: Sie zeigen die fundamentale Unsicherheit der Lage.

Rezessionswahrscheinlichkeit nach Quelle

US-Rezession in den nächsten 12 Monaten. Die Fehlerbalken zeigen die von der jeweiligen Institution kommunizierte Bandbreite.

0%20%40%65%Goldman SachsEY-ParthenonMoody'sAnalyticsBank of AmericaPolymarketOxfordEconomics
Investmentbank
Ratingagentur
Prognosemarkt
Think Tank
Superforecaster
QuelleTypSchätzungBandbreiteDatumMethodik
Goldman Sachs
Investmentbank30%25–35%25. März 2026Ökonometrisches Modell mit historischen Elastizitäten; Brent-Prognose $105–115 kurzfristig
EY-Parthenon
Think Tank40%35–50%März 2026Kaskadenanalyse: Ölschock → LNG-Infrastruktur → Raffinerie-Systeme → Realwirtschaft
Moody's Analytics
Ratingagentur49%40–55%März 2026Makroökonomisches Modell + Expertenurteil (Mark Zandi)
Bank of America
Investmentbank35%30–45%2. April 2026Prognose 'milde Stagflation'; Öl bei $100+ für gesamtes 2026
Polymarket
Prognosemarkt38%30–45%3. April 2026Aggregierte Marktmeinung mit Echtgeld-Anreizen; ~$2.5 Mio. Handelsvolumen
Oxford Economics
Think Tank45%25–60%13. März 2026Global Economic Model (GEM); Simulation mit Brent bei $140/bbl für 2 Monate

Bandbreite der Schätzungen: 30–49%. Diese Divergenz von 19 Prozentpunkten ist selbst eine wichtige Information. Sie reflektiert nicht nur unterschiedliche Modelle, sondern fundamental verschiedene Annahmen über die Dauer der Hormus-Disruption und die Resilienz der US-Wirtschaft als Netto-Energieexporteur.

Szenario-Wahrscheinlichkeiten mit Konfidenz-Bandbreiten

Aggregierte Einschätzung basierend auf den oben genannten Quellen. Die Fehlerbalken zeigen die Unsicherheitsbandbreite; die Konfidenz gibt an, wie belastbar die Schätzung ist.

Kurzer KriegZermürbungskriegStrukturelle NeuordnungEskalation / Worst Case0%15%30%45%60%

Summenprüfung: Die mittleren Wahrscheinlichkeiten summieren sich auf 100%. Die Abweichung von 100% reflektiert die Möglichkeit nicht modellierter Szenarien (z.B. diplomatische Lösung mit Regimewechsel, unerwartete Drittstaaten-Intervention) sowie die grundsätzliche Unschärfe der Schätzungen.

Warum sind diese Wahrscheinlichkeiten mit Vorsicht zu geniessen? Klicken Sie oben, um eine kritische Reflexion der methodischen Grundlagen zu lesen.

Methodik & Limitationen

Hinweise zur Methodik


Datenquellen


Die vorliegende Analyse stützt sich auf öffentlich zugängliche Daten und Prognosen folgender Institutionen: Brookings Institution, Thomson Reuters Institute, Atlantic Council, Capital Economics, Moody's Analytics, OECD, IWF, KOF (ETH Zürich), SECO, BAK Economics, SNB sowie Medienberichte von Bloomberg, Reuters, NZZ, SWI swissinfo.ch und Fortune.

Die Daten wurden am 3. April 2026 erhoben. In einem sich rasch verändernden geopolitischen Umfeld können sich die Grundannahmen jederzeit ändern.

Szenario-Modell


Der interaktive Szenario-Simulator verwendet ein vereinfachtes makroökonomisches Modell, das Zusammenhänge zwischen Ölpreisen, Inflation, Zinsen und Immobilienpreisen abbildet. Die Transmissionsmechanismen basieren auf historischen Elastizitäten und aktuellen Schätzungen von Capital Economics, Moody's und der OECD.

Limitationen


1.

Das Modell ist eine Vereinfachung komplexer makroökonomischer Zusammenhänge und dient der Illustration, nicht der Prognose.

2.

Nicht-lineare Effekte (z.B. plötzliche Marktpanik, Black-Swan-Ereignisse) werden nur begrenzt erfasst.

3.

Die Hypothekarzins-Projektionen basieren auf Durchschnittswerten; individuelle Konditionen können erheblich abweichen.

4.

Politische Entscheidungen (SNB-Interventionen, Fiskalstimuli) können die modellierten Zusammenhänge überlagern.

5.

Der Safe-Haven-Effekt auf Schweizer Immobilien ist schwer zu quantifizieren und könnte über- oder unterschätzt sein.

6.

Die Analyse berücksichtigt keine möglichen Sekundäreffekte wie Cyberangriffe auf Finanzinfrastruktur oder Lieferkettenunterbrechungen bei Medikamenten.

Unabhängigkeit

Diese Analyse wurde unabhängig und ohne finanzielle Unterstützung erstellt. Es bestehen keine Interessenkonflikte. Die dargestellten Szenarien stellen keine Anlageberatung dar.

Quellenverzeichnis


[1] CNN (2026). US intelligence assesses Iran maintains significant missile capabilities.

[2] Al Jazeera (2026). Iran war live: US, Israel step up strikes.

[3] Brookings Institution (2026). The Iran conflict's energy shocks are not yet fully realized.

[4] Atlantic Council (2026). Ukraine's military success is exposing the myth of inevitable Russian victory.

[5] Bloomberg (2026). Russia Plans New Ukraine Offensive.

[6] The Guardian (2026). How the Ukraine and Iran wars are starting to overlap.

[7] Atlantic Council (2026). The Iran war has set in motion a global realignment.

[8] Fortune / AP (2026). Global economy takes gut punch from war in Iran.

[9] Yahoo Finance (2026). Oil Price Predictions Surge to $200.

[10] Bank of America (2026). Mild stagflation forecast.

[11] Thomson Reuters Institute (2026). The Long War: Quarter-by-quarter costs.

[12] World Economic Forum (2026). Beyond oil: 9 commodities impacted.

[13] Bloomberg (2026). Swiss Inflation Jumps to Fastest in a Year.

[14] SWI swissinfo.ch (2026). Iran war impacts Swiss fuel pumps, tourism and economy.

[15] Bloomberg (2026). Swiss Franc's Haven Comeback Seen in Options Market.

[16] Morningstar / UBS (2026). Gold's bull run faces hurdles.

[17] SIX Group (2026). SIX Exchanges Figures: March 2026.

[18] Project Syndicate / Roubini (2026). US Escalation Is the Most Likely Scenario.

[19] Goldman Sachs Research (2026). Iran Conflict: How Long and How Bad?

[20] EY-Parthenon (2026). Cascading effects of Iran war beyond oil markets.

[21] Moody's Analytics / Mark Zandi (2026). US recession probability assessment.

[22] Oxford Economics (2026). Iran war scenarios: The oil price that breaks parts of the economy.

[23] Polymarket (2026). Iran war prediction markets – ceasefire and oil price contracts.

[24] Metaculus (2026). Superforecaster consensus on US ground offensive.

[25] Standard Chartered (2026). Short war scenario analysis.

[26] Carlsson-Szlezak & Swartz, HBR (2026). Will the Iran War Deliver a Long-Predicted US Recession?